Die Deutsche Bahn hat nach der Fahrpreiserhöhung noch ein weiteres Detail verändert: Die bisher in allen Zügen und an allen Tagen gültigen Flexpreise gelten nun nur noch an einem bestimmten Reisetag.

Umbuchungsgebühren bei Flexpreisen

Möchte man wie der Ticketname eigentlich verspricht flexibel bleiben bezahlt man: Bleibt man einen Tag länger oder muss früher abreisen muss man sein Ticket umbuchen und darf zusätzlich eine Umtauschgebühr von 19 € bezahlen.

Alte Fehler

Die Bahn begründet dies  mit den Wettbewerbern von Fernbus und Fliegern: Hier hat man ja immer nur ein Ticket, welches in einem bestimmten Bus oder Flieger gilt. Das ist zwar richtig, doch wie sieht es mit dem eigentlich größten Konkurrent, dem Auto aus? Da bezahle ich keine Gebühr, wenn ich früher oder später fahre.  Schon bei früheren Fahrpreismaßnahmen, man denke nur an die Abschaffung der BahnCard 50 vor einigen Jahren, wollte die Bahn die Kunden erziehen, unflexibel zu werden und sich auf bestimmte Züge festlegen.

Sparpreise für festgelegte Bahnreisen

Für günstige Fahrten gibt es ja die Sparpreise. Hier bin ich auf den genauen Zug festgelegt. Das sind ja auch wunderbare Tickets. Nach der letzten Kundenerhebung nehmen dies viele Bahnkunden an. Doch die anderen flexiblen Fahrgäste sollte man nicht weiter einschränken. Diese steigen dann einfach schnell wieder aufs Auto um. Und diese Kunden bezahlen ja bereits einen hohen Preis für ihre Flexibilität.

Fahrpreisvergleich Flexpreise – Sparpreise

Für die Strecke Stuttgart – Frankfurt bezahlt man am 10.01.2017 als Flexpreis mit BahnCard 50 32,50 €, als Sparpreis mit Zugbindung 14,50 €. Wenn ich dann mit einem flexiblen Hin- und Rückfahrschein als Flexpreis zusätzlich 19 € Tagesumbuchungsgebühr bezahlen muss, ärgert man sich.

Mein Fazit

Die Bahn sollte die Kunden, die flexibel fahren möchten und dafür auch bereit sind deutlich mehr zu bezahlen, nicht verärgern mit Umbuchungsgebühren und einem Umbuchungsaufwand. Natürlich kann ich das Bahnticket auch erst am Morgen des Reisetages kaufen, wenn ich genau weiß, dass ich fahren möchte. Doch vielleicht habe ich dazu keine Lust, keine Zeit oder keine Möglichkeit. Nicht überall habe ich einen sicheren und guten Internetzugang, einen geöffneten Bahnhof oder ein DB-Reisebüro oder keine Lust und Zeit mich mit dem Automaten zu beschäftigen. Die Bahn tut sich bei den flexiblen Fahrern, die meist Stammkunden sind, keinen Gefallen, sie einzuschränken und mit Gebühren und Zeitaufwand zu bestrafen.

 

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